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Amazone kürt die Sieger des Amazone Innovation Award 2017

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Mit Preisen im Gesamtwert von 5.000 Euro hat die Amazone-Stiftung bereits zum fünften Mal den Innovation Award für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten aus dem Landtechnikbereich verliehen. Die offizielle Preisverleihung für die beste Bachelor- sowie die beste Masterarbeit fand am 14. November 2017 auf dem Amazone Agritechnica-Stand in Hannover statt. Die Preisübergabe erfolgte durch den Stiftungsrats-Vorsitzenden Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG), und durch die Geschäftsleitung der Amazonen-Werke.

Ausgezeichnet wurden Jörg Ortmaier für seine Masterarbeit im Studiengang Agribusiness an der Universität Hohenheim sowie Felix Naß für seine Bachelorarbeit an der Hochschule Osnabrück. Sie erhielten für ihre Arbeiten einen Gutschein im Wert von 2.000 Euro bzw. 3.000 Euro.

Im Vorfeld der Preisverleihung hatte eine Fachjury alle fristgemäß eingegangenen Arbeiten bewertet und die beiden Preisträger bestimmt. Bewerben konnten sich alle Absolventen mit Abschlussarbeiten zu innovativen Themen aus den Bereichen Verfahrens- oder Maschinentechnik, Produktion von Landmaschinen oder Vertrieb.

Zweck der Amazone-Stiftung, die 2008 anlässlich des Unternehmensjubiläums „125 Jahre Amazone“ gegründet wurde, ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung auf den Gebieten der Landwirtschaft und Landtechnik. Mit dem „Innovation-Award“ sollen alle zwei Jahre zur Agritechnica jeweils zwei junge Nachwuchskräfte aus dem Bereich der Landtechnik für ihre herausragenden Abschlussarbeiten belohnt werden.

Laudatio zur Masterarbeit von Jörg Ortmaier
Jörg Ortmaier hat in seiner Masterarbeit "Entwicklung und Einordnung neuer Technologien und Verfahren im Ackerbau" verschiedene Betriebsbewirtschaftungssysteme wie Controlled Traffic Farming und Direktsaat in verschiedenen großen Agrarregionen der Welt untersucht. Die Arbeit entstand im Masterstudiengang Agribusiness an der Universität Hohenheim.

Die eigenen Ansätze eines betriebsindividuellen und flexiblen Bewirtschaftungssystems sind besonders interessant. Insbesondere das eigens erdachte Geschäftsmodell, bei dem der Berater zum Beteiligten gemacht wird und so an Gewinn und Verlust des beratenen Betriebes beteiligt wird, hat beeindruckt. Eigene alternative Ernteverfahrensansätze, wie die Verwendung eines Stripper-Headers in verschiedensten Maschinenkombinationen und eines Bunkerwagens, eröffnen neue - auch ungewöhnliche - Wege, um die Ernte zu optimieren. Diese offene Herangehensweise bietet nebenbei auch Lösungsansätze für Probleme des ökologischen Landbaus, in dem Unkrautsamen und Pilzerreger einfach abtransportiert werden. Die Arbeit hat eindrucksvoll gezeigt, dass die bekannten Lösungsvorschläge für Zukunftsthemen in der Landwirtschaft nicht alternativlos sind.

Dieses Querdenken, das Verlassen eingefahrener Pfade, fand die Jury außergewöhnlich und verleiht den Innovation Award der Kategorie Masterarbeit mit großer Freude an Herrn Ortmaier.

Laudatio zur Bachelorarbeit von Felix Naß
Felix Naß hat mit seiner Bachelorarbeit „Entwicklung von Algorithmen zur Detektion von Düsendefekten an Feldspritzen basierend auf Radarsensorik“ an der Hochschule Osnabrück einen innovativen Beitrag zur Weiterentwicklung von Feldspritzen geleistet.

Herr Naß beschäftigte sich mit dem Einfluss verschiedener Defekte von Spritzdüsen auf das Frequenzspektrum des Dopplersignals eines Radarsensors. Dabei generalisierte er die verschiedenen Einflüsse und hatte so die Möglichkeit, umfassendere Aussagen mit einer deutlich geringeren Anzahl an Versuchen tätigen zu können. Mit den Erkenntnissen aus den Versuchen entwickelte Herr Naß einen Algorithmus, der automatisiert - anhand eines Vergleichs von Spektren - defekte Düsen erkennt. Hierbei charakterisierte er verschiedene Abstandmaße und entwickelte den Algorithmus so weiter, dass mit deutlich weniger Vor- und Nachbereitung der Daten eine Aussage über den Zustand einer Spritzdüse getroffen werden kann. Zusätzlich implementierte er ein Verfahren, das Fehlmessungen erkennt und den Nutzer so effektiv vor Fehlwarnungen schützt. Den gesamten Algorithmus verifizierte er anhand von Feldmessungen.

Durch den von Felix Naß entwickelten neuartigen Ansatz ist es möglich, fast alle denkbaren Defekte einzelner Düsen zu erkennen. Bisher ist eine solche weitreichende Überwachung der Spritzqualität einer Pflanzenschutzspritze nicht möglich gewesen.