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Pflanzenbautag Deutschland/Österreich 2009 am Standort Leipzig

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Erneut konnte Amazone zum Pflanzenbautag in Leipzig zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und Österreich begrüßen. Der Tag begann im Active Center Leipzig mit Fachvorträgen von Roland Hörner, Leiter des DLG-Fachgebietes „Landtechnik“ im Fachzentrum Landwirtschaft sowie Dr. Sven Dutzi, Leiter des Amazone-Produktmanagements.

Unter dem Titel „Sparpotential im Ackerbau nutzen“ ging es im Vortrag von Roland Hörner (DLG) primär um energetische Messungen beim Einsatz von Landmaschinen. Hier spielt natürlich der Schlepper eine übergeordnete Rolle. Wer mit hoher Drehzahl fahre, der bringe nicht unbedingt mehr Kraft aufs Feld, wer allerdings mit niedriger Drehzahl fährt, der verbrauche definitiv weniger Kraftstoff. Bei Teillast und einer möglichst niedrigen Drehzahl lohnt sich auch die Anschaffung einer Sparzapfwelle, so Roland Hörner.

Schlepper sollten regelmäßig gewartet werden, um ihre Kraft 100% ig nutzen zu können (z.B. Luftfilter reinigen). Auch der richtige Reifendruck gehöre dazu. Nur wer den richtigen Reifendruck wählt, kann den Schlupf des Schleppers reduzieren, um gerade bei der Bodenbearbeitung den Verbrauch zu senken und die Schlagkraft zu erhöhen, so Hörner. Darüber hinaus berichtete Roland Hörner über Vermessungssysteme für Schlepper (Stützkräfte, Zugkräfte, Hubkräfte, usw.).

Außerdem stellte Roland Hörner klar, dass der Kraftstoffbedarf bei der Bodenbearbeitung mit Pflug insgesamt höher liegt als bei konservierenden Verfahren. Auch der Zeitpunkt der Bodenbearbeitung sei ausschlaggebend für den Kraftstoffbedarf. So zeigen Messungen der DLG, dass der Verbrauch z.B. nach Regen deutlich höher ist. Als weitere Punkte, um Sparpotentiale im Ackerbau zu erschließen, nannte Roland Hörner die intelligente Ballastierung, automatische Lenksysteme, das intelligente Motor- und Getriebemanagement sowie die automatische Gerätesteuerung.

Laden Sie hier die Präsentation zum Vortrag von Roland Hörner als PDF-Datei.

Der Schwerpunkt des Vortrags von Dr. Dutzi behandelte den Vergleich von Pflugsaat, (minimaler) Mulchsaat und Direktsaat in den ackerbaulichen Versuchen der Amazonen-Werke. Dutzi erläuterte, dass man sich auch in Europa auf sinkende Jahresniederschlagsmengen und entsprechende Konsequenzen einstellen muss. Allein um den Bodenwasser-Haushalt optimal zu managen, dürften Mulch- oder Direktsaat zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Aber auch steigende Betriebsmittelkosten zwingen dazu, genauer über diese Verfahren nachzudenken, wenn man weiterhin wirtschaftlich arbeiten will.

Im Detail stellte Dr. Dutzi die verschiedenen Versuchsstandorte der Amazonen-Werke vor. Sämtliche Standorte sind strategisch nach Boden-, Niederschlags und sonstigen Klimaverhältnissen ausgewählt, um möglichst viele unterschiedliche Standortbedingungen abzubilden. Auf allen Standorten zeigen die Versuche ähnlich hohe Erträge für die verschiedenen Bodenbearbeitungsverfahren, jedoch deutlich reduzierte Betriebsmittel- und Arbeitskosten und damit ein großes Sparpotential für die konservierenden Bearbeitungsverfahren.

Konkrete Maßnahmen zur Einsparung von variablen Kosten sprach Dr. Dutzi ebenfalls an. So sollte man zum Beispiel bei der Stoppelbearbeitung immer 15 bis 20° schräg zur Hauptarbeitsrichtung fahren. Die Wurzeln der Stoppeln brechen besser ab, man erreicht eine ganzflächige Bearbeitung und die Ackerfläche ist für die weiteren Arbeitsgänge optimal eingeebnet. Potentiale bieten auch Verfahren der teilflächenspezifischen Bodenbearbeitung. Darüber hinaus sprach Dutzi Verfahren an, bei denen Düngung und Bodenbearbeitung verknüpft werden, um so eine optimale Nährstoffversorgung zu erreichen. Strip Till (Streifenlockerung zur Lösung von Erosionsproblemen) wird nach Dr. Dutzis Meinung zukünftig ebenfalls ein großes Thema in Deutschland werden.

Laden Sie hier die Präsentation zum Vortrag von Dr. Dutzi als PDF-Datei.

Nach den Vorträgen gab es interessante Diskussionen, in denen die Teilnehmer mit den Referenten intensiv über die Ergebnisse Ihrer Ausführungen sprechen konnten. Es zeigte sich, dass die Themen des Pflanzenbautages den Nabel der Zeit getroffen haben und die landwirtschaftlichen Praktiker bewegen.

Auf die Fachvorträge folgten eine Besichtigung der Amazone-Versuchsflächen in Leipzig sowie eine beeindruckende Maschinenvorstellung auf dem Acker. Hier stellte Produktmanager Wilfried Koldehoff den Einsatz von Großflächenmaschinen im Zuge des 3C Cost-Cutting-Concepts von Amazone vor. Koldehoff führte u.a. aus, dass es heute nicht mehr reicht, wenn ein Landmaschinenhersteller einzelne gut arbeitende Maschinen anbietet. Amazone bietet deshalb Maschinenkonzepte im Komplett-Verfahren an, welche perfekt funktionieren und so die Arbeit des Landwirts erleichtern und die Wirtschaftlichkeit verbessern.