Das Verfahren Cut ´n´ Sow
Erst schneiden. Dann säen.
Große Mengen an Ernterückständen, Trockenheit oder steigende Anforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung?
Mit Cut ’n’ Sow kombiniert AMAZONE die ultraflache Bodenbearbeitung mit der Schneidwalzenkombination TopCut und die anschließende Saat mit Zinkenschar-Sämaschinen oder der Anhängesäkombination Cirrus mit Minimum TillDisc – für eine sichere Etablierung des Bestands auch unter anspruchsvollen Bedingungen.
Die TopCut schneidet und zerkleinert selbst große Mengen organischer Ernterückstände intensiv und ganzflächig. Messerwalze und Striegel sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Pflanzenmaterials und schaffen optimale Voraussetzungen für die nachfolgende Saat.
Im zweiten Arbeitsgang räumen die Säschare die Säfurche zuverlässig frei und platzieren das Saatgut auch bei hohen Mulchauflagen präzise im Boden. Hairpinning und Verstopfungen werden deutlich reduziert, während eine exakte Saatgutablage sichergestellt wird.
Die schützende Mulchauflage bleibt erhalten. Dadurch wird die Bodenstruktur geschont, die Verdunstung reduziert und das Risiko von Winderosion und Wassererosion verringert. Das
Ergebnis: Optimale Bedingungen für einen gleichmäßigen Feldaufgang und eine nachhaltige Pflanzenproduktion.
Ihre Vorteile mit Cut ´n´ Sow:
- Nachhaltig: Wasserkonservierung durch Erhalt der Mulchauflage und Brechen der Kapillarität
- Einsatzsicher: Saatbedingungen für Sämaschinen werden durch die Zerkleinerung der organischen Masse verbessert
- Wirtschaftlich: Hohe Flächenleistung bei geringeren Dieselverbräuchen
von circa 2,5 l/h* bei 18 ha/h mit TopCut 12000-2T und
circa 3,6 l/h* bei 11 ha/h mit Condor 12001-2C
* Der Kraftstoffverbrauch und die Flächenleistung können in Abhängigkeit von Bodenart, Flächengröße und Traktorleistung variieren.
Ultraflache Bodenbearbeitung …
mit den Schneidwalzenkombinationen TopCut
Die ultraflache Bodenbearbeitung mit den TopCut hat viele Vorteile: Durch die sehr geringe Bearbeitungstiefe zwischen 0 und 3 cm bleibt die Bodenfeuchtigkeit erhalten. Kapillarität wird oberflächlich gebrochen und darunter erhalten. Die Humusschicht und das Bodenleben werden durch die flache Bearbeitung geschützt. Ebenso schützt die Bedeckung mit geschnittenen und zerfaserten Ernteresten die Bodenoberfläche vor Erosion.
Betriebskosten können durch geringen Kraftstoffverbrauch pro Hektar, hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und geringe Verschleißkosten reduziert werden.
Mit minimaler Erdbewegung, geringerem Verschleiß und hohen Flächenleistungen kann die ultraflache Bearbeitung kostengünstig und effizient durchgeführt werden. Dabei bleiben die Bodenstruktur und das Bodenleben unberührt.
Vorteile der TopCut:
- Perfekte Schneidwirkung in Rapsstoppeln, Sonnenblumenstoppeln und Maisstoppeln sowie in Zwischenfruchtbeständen
- Optimale Zerkleinerung für einen beschleunigten Rotteprozess
- Minimale Bearbeitung mit hohem Feinerdeanteil für perfekte Keimbedingungen auch auf Getreidestoppeln
- Verbesserte Strohverteilung durch den Striegel
- Deutlich reduzierte Verdunstung gegenüber anderen Verfahren
- Sehr hohe Schlagkraft bei geringem Kraftstoffverbrauch
- Reduzierte Verschleißkosten und doppelte Standzeit aufgrund wendbarer Messer
Vorteile der TopCut in der Direktsaat:
- Effektiv: Mechanische Unkrautbekämpfung, Reduzierung von Schneckenpopulationen, Förderung der Strohrotte
- Sicher: Kein Aufschieben von langem organischem Material, keine Blockaden am Zinkenschar – selbst unter extremen Bedingungen.
- Nachhaltig: Humuserhalt, Erosionsschutz und Austrocknungsschutz, Schonung des Bodenlebens
- Wirtschaftlich: Geringerer Kraftstoffverbrauch der TopCut ab 2,5 l/ha, reduzierter Verschleiß, hohe Flächenleistung bei minimalem Personaleinsat
Starke Werkzeuge
Vorwerkzeug, Hauptwerkzeuge und Nachläufe
Funktion der Messerwalze
Als optionales Vorwerkzeug: Einreihige Messerwalze
Als Hauptwerkzeug: Doppelmesserwalze oder als Kombination mit einreihiger Minimum TillDisc
- Unempfindlich gegen Steine und Verschmutzung durch geschlossenen Walzenkern
- Wartungsfreie, robuste Walzenlagerung mit Pendelrollenlager, Getriebeölfüllung und metallische Gleitringdichtung
- Langlebige Messer aus vergütetem Borstahl
- Halbierung der Verschleißkosten durch Wendemesser
- Gegenläufig angeordnete Messerwalzen ermöglichen einen Kreuzschnitt für eine noch flächigere Bearbeitung sowie eine intensivere Zerkleinerung
Funktion der Minimum TillDisc-Scheiben
Als Hauptwerkzeug: Doppel-Minimum TillDisc-Scheiben oder als Kombination mit einreihiger Messerwalze
- Streifenweises Arbeiten der Scheiben bewegt so wenig Boden wie möglich
- Weniger Klutenbildung bei feuchten und klebrigen Bedingungen
- Höhere Leichtzügigkeit mit Minimum TillDisc verringert zusätzlich den Kraftstoffverbrauch der TopCut
- Tieferes Einschneiden des Bodens verbessert die Belüftung des Bodens
- Intensive Schneidwirkung in Lagergetreide
- Ideal für reine Direktsaatbetriebe geeignet, die Organik mit minimaler Erdbewegung schneiden möchten
- Wartungsfreie, robuste Walzenlagerung mit Pendelrollenlager, Getriebeölbefüllung und metallischer Gleitringdichtung
Kombinationsmöglichkeiten der TopCut
| 1.Vorwerkzeug | 2.Hauptwerkzeug | 3.Nachläufer |
| Messerwalze1 | 2a. Doppelmesserwalze | 3a. Striegel |
| 2b. Kombination aus Messerwalze und Minimum TillDisc1 | 3b. KWM 6001+2 | |
| 2c. Doppel-Minimum TillDisc1 | 3c. DW 6001+2 |
1 Nur für TopCut 12000-2T
2 Keilringwalze mit Matrixreifenprofil und Disc-Walze nicht in Kombination mit Vorwerkeug
1. Schnittmuster Vorwerkzeug
2. Schnittmuster Hauptwerkzeug
3. Bodenwirkung Nachläufer
1 Nur für TopCut 12000-2T
2 Keilringwalze mit Matrixreifenprofil und Disc-Walze nicht in Kombination mit Vorwerkeug
… dann mit Direktsaatmaschinen säen
Zinkenschar-Sämaschinen Condor, Cayena, Primera DMC und Scheibenschar-Säkombinationen Cirrus mit MTD-Wellscheiben
Ihr Betrieb – unsere passende Technik
Große Mengen an Zwischenfrüchten, Rapsstängeln, Sonnenblumenstängeln oder Maisstroh stellen besondere Anforderungen an die Direktsaat. Die TopCut schneiden und verteilen die Organik intensiv und schaffen so optimale Bedingungen für die nachfolgende Saat.
Zinkenschare oder Minimum TillDisc-Wellscheiben öffnen die Säfurche sauber und erzeugen Feinerde für eine präzise Saatgutablage. Gleichzeitig räumen die Zinkenschare organisches Material zuverlässig aus der Säfurche. So wird Hairpinning, das Eindrücken von Ernterückständen in die Säfurche, vermieden.
Die schützende Mulchauflage bleibt erhalten, ein guter Bodenschluss wird sichergestellt und optimale Voraussetzungen für einen hohen und gleichmäßigen Feldaufgang geschaffen.
Das Ergebnis: Hohe Einsatzsicherheit der Sämaschine und eine sichere, wassersparende Etablierung des Bestands auch unter anspruchsvollen Bedingungen – insbesondere bei Trockenheit.
4 Scharsysteme, für alle Situationen der Direktsaat
Zinkenschare oder Minimum TillDisc-Wellscheiben mit TwinTeC plus-Scharen
4 Maschinen, 4 Scharsysteme. Für alle Situationen der Direktsaat.
Dabei haben die Zinkenschar-Sämaschinen Primera DMC, Condor und Cayena sowie die Scheibenschar-Säkombinationen Cirrus mit Minimum TillDisc-Wellscheiben eines gemeinsam: Die Saat erfolgt mit minimaler Bodenbewegung direkt in die vorbereitete Mulchauflage.
Die zuvor mit der TopCut geschnittene Organik liegt kurz zerkleinert und gleichmäßig verteilt auf der Bodenoberfläche. Zinkenschare öffnen die Säfurche mit schmalem Eingriff, erzeugen Feinerde im Ablagebereich und legen das Saatgut sicher im Saathorizont ab. Gleichzeitig räumen sie organisches Material aus der Säfurche und vermeiden so den Effekt des Hairpinning während die Mulchauflage zwischen den Saatreihen erhalten bleibt.
Ihre Vorteile
- Sichere Saatgutablage auch bei großen Mengen organischer Masse
- Reduziertes Risiko von Hairpinning und Verstopfungen
- Guter Bodenschluss durch Feinerde in der Säfurche
- Erhalt der Mulchauflage als Schutz vor Verdunstung und Erosion
- Minimale Bodenbewegung und hohe Wassereffizienz
- Wirtschaftliche Saat durch geringen Kraftstoffverbrauch und hohe Flächenleistung
| Minimum TillDisc-Wellscheiben | Matrix-Reifen | TwinTec-Schare |
Minimum TillDisc-Wellscheiben mit TwinTec-Doppelscheibenscharen der Cirrus 6003-2CC
Die Minimum TillDisc-Wellscheiben der Scheibenschar-Sämaschine Cirrus bearbeiten den Boden wassersparend und nur dort, wo das Saatgut abgelegt wird. Dadurch werden Bodenbewegung und Wasserverluste minimiert, während die Mulchauflage zwischen den Saatreihen erhalten bleibt.
Ihre Vorteile der Direktsaat mit Minimum TillDisc-Wellscheiben und TwinTeC plus-Scharen
- Gezielte Säfurchenvorbereitung bei minimaler, wassersparender Bodenbewegung
- Präzise Saatgutablage in vorbereitete Säfurche mit exakter Tiefenführung
- Erhalt der Mulchauflage als Schutz vor Verdunstung und Erosion
- Geringe Klutenbildung bei feuchten und klebrigen Bedingungen
- Wirtschaftliche Saat durch geringen Kraftstoffverbrauch und hohe Flächenleistung
Ein halbes Jahrhundert Direktsaat
Von der Direktsämaschine NT zur Primera DMC für die Direktsaat, Mulchsaat und Conventionellen Saat
Mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Direktsätechnik in Trockengebieten
Mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Direktsätechnik stecken in der Primera DMC 6002-2C. Was Mitte der 1970er-Jahre mit ersten Entwicklungen der Direktsätechnik begann, führte AMAZONE über mehrere Maschinengenerationen konsequent weiter. Ein wichtiger Meilenstein war die AMAZONE NT für das No-Till-Verfahren, die zunächst unter anspruchsvollen Bedingungen in Kanada und den USA eingesetzt und anschließend an europäische Anforderungen angepasst wurde.
Mit steigenden Anforderungen an Flächenleistung, Präzision und Flexibilität entwickelte sich daraus seit 1994 das Maschinenkonzept der heutigen Primera DMC – für den universellen Einsatz in der Direktsaat, der Mulchsaat und der Conventionellen Saat mit Arbeitsbreiten von bis zu 12 m.
Die Primera DMC 6002-2C führt diese Entwicklung mit moderner Technik fort. Der Smart Plus-Verteilerkopf mit Einzelreihenschaltung MultiSwitch reduziert Überlappungen insbesondere am Vorgewende und erlaubt die flexible Anpassung an unterschiedliche Betriebsanforderungen durch frei konfigurierbare Fahrgassensysteme. Der Mehrkammer-Druckbehälter ermöglicht das Ausbringen von bis zu 2 Saatgüter oder Saatgut und Startdünger in einem Arbeitsgang.
Das Meißelschar – weltweit seit 50 Jahren erfolgreich
Ob alleinige Direktsaat oder Verfahrenskette Cut ’n’ Sow – das Saatgut muss in unbearbeiteten oder nur ultraflach bearbeiteten Böden stets präzise abgelegt werden. Besonders bei harten Böden, trockenen Bedingungen oder hohen Mengen an Ernterü ckständen sind Scharsysteme gefragt, die die Säfurche zuverlässig öffnen, das Saatgut exakt platzieren und sicher mit Erde bedecken.
Im Zuge der frühen Entwicklung der AMAZONE Direktsätechnik durch Prof. Heinz Dreyer und sein Konstruktionsteam ab Mitte der 1970er-Jahre in Kanada wurden sowohl Meißelschare als auch Scheibenschare entwickelt und intensiv erprobt. Dabei zeigte sich das Meißelschar dem Scheibenschar insbesondere bei der Furchenräumung und Saatgutbedeckung überlegen. Die Entwicklung des Meißelschars wurde deshalb konsequent vorangetrieben. Das damals entstandene Grundprinzip hat sich über Jahrzehnte bewährt und bildet bis heute die Basis der modernen AMAZONE Zinkenschar-Sämaschinen.
Die Vorteile des AMAZONE Meißelschars
- Präzise Saatgutablage auch unter trockenen Bedingungen und bei hohen Mulchauflagen
- Kein Hairpinning, da Ernterückstände zuverlässig aus der Säfurche geräumt werden
- Schnellere Erwärmung der Säfurche durch die minimale Bodenbewegung im Saatbereich
- Kein zusätzlicher Schardruckbedarf durch den Selbsteinzug des Meißelschars – für eine leichte und zugkraftsparende Maschinenkonstruktion
- Hohe Einsatzsicherheit und Revomat-Überlastsicherung, die Hindernissen flexibel ausweicht
- Exakte Tiefenführung und sicherer Furchenschluss durch Tiefenführungsrollen an jedem Schar
- Hohe Verschleißfestigkeit dank Wolframcarbid-Kobalt-Beschichtung der Meißelspitzen Das Ergebnis: Eine präzise Saatgutablage, hohe Einsatzsicherheit und gleichmäßige Feldaufgänge – selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.
"Als ich das gesehen habe, dass wir die Meißelschare mit Wolframkarbid-Kobaltplättchen ausrüsten können und dass die solche Flächenleistungen schaffen – das war für mich ein unglaublicher Fortschritt."
Prof. Heinz Dreyer
Mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Direktsätechnik
Prof. Heinz Dreyer († 2023), langjähriger Geschäftsführer und Inhaber der AMAZONE Gruppe über die anfängliche Entwicklung der Direktsätechnik von AMAZONE in den 1970er Jahren in Kanada:
„Jedenfalls dann, wenn im Mai in Kanada gedrillt wurde, waren in den tieferen Bodenschichten noch sehr niedrige Temperaturen vorhanden. Diejenigen Säfurchen, die relativ weit aufgerissen wurden (Meißel statt Scheibe, hohe Fahrgeschwindigkeiten, Schließen durch lockeren Boden oder Boden-Stroh-Gemisch) brachten ein deutlich schnelleres Auflaufen der Saat als die schmalen Säschlitze von Scheibenscharen mit oben aufliegendem Stroh, das eine schnelle Erwärmung sogar noch verhinderte! Bei der äußerst knappen Vegetationszeit erkannten wir die Überlegenheit der Meißel gegenüber den Scheibenscharen, bauten eine entsprechende Maschine und verglichen die mit unserer damals neuen prototypischen Scheibenscharmaschine – auf vielen Feldern und mit verschiedenen Früchten. Unsere Vermutungen bestätigten sich eindeutig. Heute, nach Jahren, macht das praktisch die gesamte Konkurrenz in Präriegebieten – die Pioniere dort, das waren wir.“
Verfahrenskette Cut ’n’ Sow
Mit TopCut und Direktsämaschinen von AMAZONE Hand in Hand erfolgreich arbeiten