Der Blick zurück: AMAZONE Kreiselgrubber KG
In den 1970er-Jahren erlebte die Kreiselegge ihre Blütezeit. Besonders in Kombination mit Sämaschinen fand sie große Anerkennung bei Landwirten. Die Kreiselegge arbeitet mit von der Zapfwelle angetriebenen Zinken, die „auf Schlepp“ stehen – also nicht aktiv in den Boden eindringen. Diese Konstruktion bringt jedoch eine entscheidende Schwäche mit sich: Die Zinken schwimmen auf dem Boden und erreichen bei schweren Böden oft nicht die gewünschte Arbeitstiefe.
AMAZONE reagierte auf diese Herausforderung mit einer innovativen Lösung: dem Kreiselgrubber. Anders als bei der Kreiselegge stehen die Zinken hier „auf Griff“ – sie ziehen sich aktiv in den Boden ein, lockern ihn zuverlässig auf und ermöglichen eine präzise Einstellung der Arbeitstiefe.
Der erste AMAZONE Kreiselgrubber KG war technisch aufwendig konstruiert. Jedes Kreiselmodul verfügte über ein eigenes Getriebe, und starke Druckfedern sorgten dafür, dass die Kreisel bei Widerstand ausweichen konnten. Diese Lösung war zwar funktional, aber teuer und anfällig für Störungen.
Mit der Weiterentwicklung der Technik setzte sich schließlich eine deutlich robustere und wirtschaftlichere Lösung durch: Grubberzinken aus vergütetem Stahl. Diese können bei Hindernissen selbsttätig ausweichen – ganz ohne zusätzliche Mechanik. Ein Prinzip, das sich über fast vier Jahrzehnte hinweg tausendfach bewährt hat. Heute zählt der AMAZONE Kreiselgrubber KG nach wie vor zu den Bestsellern im Programm.